Sie sind hier: Startseite

Über unsere Leitstelle in Balingen werden die für die jeweiligen Notsituationen erforderlichen und geeigneten Rettungsfahrzeuge disponiert. Die Leitstelle ist mit elektronischen Hilfsmitteln der neuesten Generation ausgestattet und beschäftigt neun Mitarbeiter.

Die Leitstelle disponiert neben dem Rettungsdienst im Bereich Zollernalb die Einsätze der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis, aber auch private Anbieter im Krankentransport. Sie verfügt über ein modernes, im Jahr 2007 installiertes Einsatzleitsystem mit zusätzlich 4 ANA-Plätzen für Katastrophenschutzfälle.

Herz der Anlage ist ein Einsatzleitrechner der Firma CKS-System mit drei Disponentenarbeitsplätzen und Schnittstellen zu verschiedenen Peripheriesystemen. Das Betriebssystem Solaris bildet die Plattform, als Anwendung läuft die Einsatzleitsoftware CKS-112. Zusätzlich ist ein PC unter Windows 2000 als Verwaltungs- und Datenpflegeplatz eingerichtet, der mit zwei Monitoren betrieben wird. Über eine spezielle Software kann auch auf diesem PC das System CKS-112 genutzt werden, um im Großschadensfall einen weiteren Arbeitsplatz zur Verfügung zu haben.

                                                                             

Einsatzleitsystem

Mit dem Einsatzleitsystem CKS-112 können alle in der Leitstelle anfallenden Aufgaben bearbeitet werden. Bei der Auswahl der Einsatzmittel, der Alarmierung, der Einsatzführung und der Dokumentation wird der Disponent durch die Anbindung verschiedener Subsysteme und programmtechnische Abläufe technisch unterstützt. Einzelne Maßnahmen werden automatisch durchgeführt. Die Subsysteme sind über folgende Schnittstellen angebunden :

Übernahme der A-Teilnehmernummer aus dem Eurofunk
Vermittlungssystem in den Einsatzleitrechner
Funkalarmierungssystem analog /digital über das Eurofunk Vermittlungssystem
Funkmeldesystem Baustufe III mit Kurztextübertragung über das Eurofunk Vermittlungssystem
Siemens Alarmempfangseinrichtung mit Doppeltrassentechnik und Anbindung an den Einsatzleitrechner.
Uhrzeitsignal DCF 77
Datex-P Anschluss zur direkten Anbindung an das SMS-Center bei D2-Vodafone


Ansicht Arbeitsplatz




BOS-Kommunikationssystem zwischen der Leitstelle und den Einsatzfahrzeugen im Rettungsdienst

Zusätzlich zum bestehenden Funkmeldesystem werden Kurztexte (maximal 99 Zeichen wie z.B. Einsatzort, Patientenname etc.) sowie die Koordinaten des Einsatzortes aus der Leitstelle zum Fahrzeug übertragen.

Im Fahrzeug werden die gesendeten Kurztexte und die Koordinaten in das Navigationssystem „Blaupunkt Travelpilot“ übernommen und auf dem Display ange­zeigt. Mit den erhaltenen Einsatzkoordinaten führt das Navigationssystem die Rettungsdienstfahrzeuge zum Einsatzort. Bei jeder Statusmeldung werden die ermittelten Standortkoordinaten vom Fahrzeug zur Leitstelle übertragen und die Position des Fahrzeuges auf einem Bild­schirm des Leitstellensystems dargestellt.

Kommunikation über Mobilfunk Vodafone

Durch Rückgabe eines Kanals an die Bereitschaftspolizei war die BOS-Funk-Versorgung in mehreren Abschnitten unseres Rettungsdienstbereiches nicht mehr gewährleistet. Es wurde deshalb notwendig neue Kommunikations-Wege zu suchen.  Sollte nun  von der Leitstelle oder von einem Fahrzeug keine BOS-Funkverbindung aufgebaut werden können, schalten sowohl das Leitstellen-System wie  auch die Einsatzfahrzeuge automatisch auf Mobilfunk um.

Das Einsatzleitsystem ist über eine Datex-P-Leitung an das SMS-Center von Vodafone aufgeschaltet. Diese Anschlussart ermöglicht eine bevorrechtigte Nutzung des SMS-Dienstes. Durch die Kombination BOS/Mobilfunk ergibt sich die Möglichkeit, auch alle Fahrzeuge außerhalb des Rettungsdienstbereiches über Mobilfunk zu erreichen (Helfer vor Ort Gruppen; Katastrophenschutz; Bereitschaften)

Geo-Routing

Im Einsatzfall kann der Disponent den Standort der Rettungsdienst-Fahrzeuge ab­fragen. Die GPS-Koordinaten werden dann über BOS oder Mobilfunk in das Einsatzleitsystem der Leitstelle übertragen, und im Einsatzleitrechner wird ein Rechenprozess - das sogenannte Geo-Routing - gestartet. Der Rechner schlägt nun dem Disponenten die Fahrzeuge mit den kürzesten Anfahrstrecken und mit der voraussichtlichen Fahrzeit vor.

Nach Auswahl des gewünschten Einsatzmittels wird dieses in den Alarmierungsvorschlag übernommen und vom Disponenten alarmiert. Dabei werden die Einsatzinformationen automatisch als Text übermittelt und die Einsatzkoordinaten  für die Zielführung an das Navigationssystem im Fahrzeug gesendet.

Technikraum



Tunnel B463 Laufen

Alle Notrufe aus dem im Jahr 2002 eröffneten Tunnel der B 463 bei Albstadt-Laufen werden in der integrierten Leitstelle überwacht. Zeitgleich mit dem Notruf schaltet sich automatisch eine der insgesamt neun Tunnelkameras ein, so dass der Disponent sofort sieht, was sich im Tunnel ereignet hat. Über das Vermittlungssystem kann jede einzelne Kamera vom Disponenten eingeschaltet werden. Er kann sich einen Gesamteindruck über die Schadenslage im Tunnel verschaffen und schnell die notwendigen Einsatzkräfte alarmieren. Über das Lautsprechersystem und den Verkehrsrundfunk, für die im Tunnel befindlichen Fahrzeuge, können zusätzlich Hilfe- und Verhaltensanweisungen an die Autofahrer über­mittelt werden.

Bergrutsch Winkelgrat

Oberhalb der Kreisstraße K 7145 zwischen Albstadt-Laufen und Meßstetten-Tieringen finden seit längerer Zeit geologische Veränderungen statt. Dadurch besteht die Gefahr, dass ein Bergrutsch ausgelöst wird, der die Kreisstraße unterhalb des Winkelgrat unpassierbar machen könnte. Die geologischen Veränderungen werden über Sensoren registriert und aufgezeichnet. Überschreiten die Veränderungen eine definierte Größe, wird automatisch eine Alarmmeldung zur Leitstelle übertragen. Der Disponent der Leitstelle wird über  SMS-Alarmierung die installierten Ampelanlagen auf rot schalten und die Straße damit für den Verkehr sperren. Gleichzeitig mit der Sperrung der Kreisstraße K 7145 werden die Straßenmeisterei, die Polizei, das Landratsamt und das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg in Freiburg mittels SMS-Alarmierung und Fax benachrichtigt.

Albstadtwerke / Stadtwerke Balingen

Außerhalb der Dienstzeiten werden Notrufe, Hilfeersuchen und automatische Alarmmeldungen für die Albstadtwerke und die Stadt Balingen im Bereich der Wasser, Gas - und Stromversorgung entgegengenommen. Der Disponent alarmiert den entsprechenden städtischen Fachdienst über das eingebunden Alarmsystem und leitet damit die erforderlichen Hilfeleistungen ein.


Alwin Koch
Leiter Leitstelle
Telefon 07433 / 90 99 94
E-Mail

 
 
 
 
 

Impressum | Diese Seite drucken | Schriftgröße größer/kleiner